Vorsicht! Der folgende Eintrag beinhaltet Ironie! 😀
Erinnert ihr euch noch an Erik? Den Provider-Hotline-Typen mit der netten Stimme? Erwähnte ich eigentlich schon mal, dass ich total auf Männerstimmen stehe? Ich mag es, wenn sie dunkel und irgendwie beruhigend sind. So wie die von Sven Matthias zum Beispiel. Die ist dazu noch irgendwie … so romantisch finde ich. Da kann man sich schon mal vorstellen sich von demjenigen bei Kerzenschein und einem guten Glas Mineralwasser nette Worte ins Ohr säuseln zu lassen …
Auf jeden Fall geht die Erik-Story nun weiter. Natürlich hatte ich auch in den letzten Tagen mindestens dreimal täglich bei der Hotline angerufen und natürlich haben sie mich auch dreimal täglich beruhigt, vertröstet und irgendwie … veräppelt. Denn es ist ja noch nichts passiert. SEIT EINER WOCHE ist meine Internetleitung nun gekappt und ich bin nur saufroh, dass es meine Telefonleitung nicht auch ist. Aber nun denn … die bei der Hotline können ja nix dazu und andererseits hab ich ja bei jedem Anruf gehofft, dass Erik sich an der anderen Seite meldet.
Nun … da ruf ich also gerade dort an und wer meldet sich? Genauuuu, der Erik. Sehr cool. Ist schon selten, dass man bei so einer riesigen Hotlinegemeinschaft zweimal den gleichen Typen am Telefon hat oder? Da ich ihn in der letzten Woche abends dran hatte und heute morgens kenne ich nun sogar schon seinen Schichtplan hihi.
Und sehr cool ist auch der Film, der dann im Kossiköpfchen ablief. Ich könnte ihn fragen, wo er herkommt und wie alt er ist und ob er mir mal ein Foto schicken könnte oder ob er nicht direkt mal selber vorbeikommen möchte um sich meine Leitung … also die Internetleitung … mal genauer anzuschauen und danach könnten wir ja vielleicht hübsch was essen gehen und dann noch in einer Bar versacken und er bräuchte dann natürlich nicht nach Hause, sondern er könnte ja bei mir … also auf der Couch … eventuell … und so … und dann merkt man, dass es nur die eigenen Gedanken sind, die man da hört und dass das Gespräch nicht mal im Entferntesten so ist … [Gedanken in Klammern gesetzt]
Er: Die xxx-Hotline, mein Name ist Erik xxx, nennen Sie mir bitte Ihre Straße und die Hausnummer zum Datenabgleich?
Ich: *schluck* [Oh mein Gott!!] Herr xxx, hallo, guten Morgen! Ja, also ich wohne immer noch in der xxx-Straße mit der Hausnummer xxx und ich hatte letzte Woche schon mal angerufen. Sicher erinnern Sie sich? [Jetzt sagt er sicher „Klar erinnere ich mich noch an Ihre tolle Stimme meine liebe Frau Koßmann! Ich habe das ganze Wochenende an Sie denken müssen!]
Er: …
Ich: Also auf jeden Fall ist der Fehler immer noch nicht behoben worden und ich wollte jetzt mal so nachfragen, was man denn nun tun könnte, weil … nun ja … ich brauche das Internet [aber eigentlich ist es gar nicht so schlimm, dass das Internet nicht geht, denn wenn es gehen würde, bräuchte ich DICH ja nicht anrufen und dann würde mir glatt deine tolle Stimme entgehen]
Er: …
Ich: Und ich habe jeden Tag mindestens dreimal angerufen [in der Hoffnung, dass ich dich nochmal ans Telefon bekomme], aber passiert is irgendwie nüscht und … ja nun … jetzt weiß ich gar nicht, was ich machen soll [irgendwie muss ich den Beschützerinstinkt in Erik wecken]
Er: …
Er: …
Er: …
Ich: Hallo? Sind Sie noch dran? [Oh Gott, jetzt hat er die Telefonleitung auch noch gekillt!!]
Er: Ja, entschuldigung, ich habe mir den Verlauf gerade mal im System angeschaut. Also normaler Weise dauert eine Störung im Höchstfall drei Tage Frau Koßmann [wußte er den Namen auswendig oder hat er ihn abgelesen??]. Ich werde das Ganze jetzt mal an den Abteilungsleiter weiterleiten, das geht ja so nicht. Da muss was passieren! [Ja Erik, sei ein Mann! Gib es ihnen!!]
Ich: Oh ja, das wäre toll. [Was kann ich denn jetzt noch sagen, um das Telefonat nicht direkt wieder zu beenden?] Also, ich rufe natürlich auch gerne nochmal an, wenn es sein muss [Hase, hast du die ganze Woche Frühschicht? Und siehst du vielleicht ein ganz kleines bisschen so aus wie Julian McMahon? Und rasierst du dir die Brusthaare?] Ihren Namen hab ich mir auf jeden Fall schon mal gemerkt *kokettes Lachen*
Er: *Kokettes Re-Lachen* Also, wie gesagt, ich werde das Ganze nochmal weiterleiten und dafür sorgen, dass ein Techniker Sie mal anruft und dann schaut, was mit der Leitung ist.
Ich: Ja, weil ohne Internet ist es irgendwie doof [und ohne dich auch mein Kleiner] 🙂 *schiel auf den Internetstick* he he
Er: Oh, ich habe da nochmal eine Frage. [Klar, Samstag Abend könnte ich … so 20 Uhr?] Was sind das jetzt nochmal genau für Störungen?
Ich: Na ja, ich kann halt nicht im Netz surfen, obwohl ich eine Verbindung habe und meine Mails kann ich auch nicht abrufen [Willst du vielleicht meine E-Mail-Adresse haben? Wir könnten ein paar kleine Sauereien hin und herschicken, wenn du auf sowas stehst. Du stehst auf sowas, stimmt’s? Das hört man an deiner Stimme. Rrrrrrr]
Er: Ach ja, jetzt sehe ich es. Ein Kollege hatte den Fehler irgendwie falsch eingetragen. Also, ich werde mich auf jeden Fall darum kümmern.
Ich: Da bin ich mir ganz ganz sicher! Sie schaffen das! *kicher*
Er: *lacht* Ich gebe mein Bestes! [Oh ja und am besten MIR!]
Ich: Okay … dann [bis Samstag Abend dann also … ich freu mich schon auf dich du kleines Scheißerchen …]
Er: Ja, dann wünsche ich Ihnen noch einen schönen Tag Frau Koßmann!
Ich: Den wünsche ich Ihnen auch! Bis bald! [Morgen früh ruf ich eh wieder an und ich lege solange wieder auf, bis ich DICH ans Telefon kriege mein Lieber!]
Ich hoffe nur, dass er nie auf die Idee kommt, mal nach mir zu googlen … um dann auf diesen Eintrag zu stoßen … dann wird er sicher dafür sorgen, dass mein Internet nieee nieeeeeeeeeee nieeeeeeeeeeeeeeeeeeee wieder funktioniert! Oder aber er wird dafür sorgen, dass es SOFORT wieder funktioniert, damit er mich endlich los ist und ich keinen Blödsinn mehr über ihn schreiben kann 😀
Wenn Erik DAS wüßte …. 😀









