Gestern abend hatte ich es mir so richtig gemütlich gemacht. Nach einer ausgiebigen heißen Dusche (weil mir soooooo kalt war), hab ich meinen Lieblingsschlafanzug zu meinen Lieblingswollsocken angezogen, mir eine Tasse Kräutertee gekocht und wollte es mir mit dem Buch Das Haus. House of Leaves gemütlich machen.
Ich hatte ja bereits über eine Woche daran gelesen, wollte es aber dennoch bald durchbekommen. Nachdem ich bei ca. 300 Seiten angekommen war, hab ich es mehr oder weniger in die Ecke geschmissen und bin jetzt sehr enttäuscht darüber, weil ich mir einfach mehr von dem Buch erhofft hatte.
Ich kopiere hier mal eben die Rezension rein, die ich für meine Rezi-Seiten geschrieben habe:
Ich war soooo supergespannt auf dieses Buch! Bei amazon und auch auf der Homepage des Autors hatte ich mich vorab ausführlich über dieses Machwerk informiert. Es hörte sich an, als wenn man dieses Buch einfach gelesen haben MUSS. Also kaufte ich es mir. Ok… das Erscheinungsbild des Buches ist sehr außergewöhnlich. Es ist groß, es ist schwer und es ist kein 827-Seiten-Buch im herkömmlichen Sinne.Denn die Seiten sind nicht einfach nur vollgeschrieben, wie man es in den meisten anderen Büchern sieht, sondern es beinhaltet zudem Fotos, kleine Textstücke in Spiegelschrift, große Schriftarten, kleine Schriftarten. Manchmal sind nur einzelne Wörter auf einer Seite abgedruckt.
Ich ließ mich also auf dieses Buch ein und wartete gespannt darauf, dass es mich in seinen Bann zieht. Dass es sich nicht um einen Roman im herkömmlichen Sinne handeln würde, hatte ich vorab auch schon durch Rezensionen erfahren. Aber dass mich das Buch fast aggressiv machen würde, hatte ich nicht geahnt.
In dem Buch schreiben zwei verschiedene Personen über einen Film, den es eigentlich gar nicht gibt. Dieser Film wurde in einem Haus gedreht, welches einen Raum hat, der auf keiner Zeichnung zu sehen ist und mehr als merkwürdig ist, da er sich ständig verändert. Einige Personen machen sich nun also auf den Weg in diesen Raum. Wären die unzähligen Fußnoten in diesem Buch nicht gewesen, so hätte man den Text vielleicht auch flüssig lesen können und somit den Sinn der Geschichte besser verstanden.
Leider ist es aber so, dass eine Person anfängt zu berichten und auf der anderen Seite wird die Schriftart auf einmal anders und es berichtet eine andere Person. Zudem endet der erste Bericht dann aber nicht mal mit einem Punkt, sondern mitten im Satz, was zur Folge hat, dass man nach den Ausführungen der zweiten Person wieder ein paar Seiten zurückblättern muss, um den Satz nun auch komplett zu verstehen. Desweiteren gibt es tausende von völlig unwichtigen Fußnoten mit Quellenangaben oder aber Namen oder Namen von Gebäuden. Dinge, die dem Sinn der Geschichte eigentlich gar keinen Abbruch tun würden, wenn man sie nicht liest. Würde man alle fast leeren Seiten, alle unwichtigen Fußnoten und Bemerkungen, alle in Spiegelschrift geschriebenen Textstellen aus dem Buch entfernen, würden sicher nur knapp 300 Seiten übrigbleiben.
Ich hatte gelesen, dass dieses Buch sehr angsteinflößend sein soll und sogar die Bücher von Steven King in den Schatten stellen sollte. Ich mag es kaum sagen, aber ich habe tatsächlich Angst verspürt. Nämlich die, dass es mir für dieses Buch womöglich an Intelligenz mangelt, um es zu verstehen. Vielleicht konnte ich mich aber auch einfach nicht auf diese Art eines Buches einlassen. Wenn ich die sehr guten Rezensionen bei amazon lese, so frage ich mich allen Ernstes, ob wir über das gleiche Buch reden.
Ich habe es sehr wütend, nach ca. 300 Seiten ins Bücherregal gestellt. Es macht von der Optik ziemlich was her und sieht deshalb hübsch aus neben meinen anderen gebundenen Büchern. Die Idee zu diesem Buch ist sicher auch eine tolle. Aber ansonsten ist DAS HAUS für mich tatsächlich der Flop des Jahres 2007 schlechthin.
Solltet Ihr auch mit dem Gedanken gespielt haben, Euch dieses Buch zu kaufen, dann überlegt es Euch echt gut!! Der Preis von 29 Euro ist nicht zu verachten. Schade, dass manche Bücher soviel versprechen und letztendlich so wenig halten….









